"Ich habe definitiv das Gefühl, dass ich so widerstandsfähig bin wie noch nie in meinem ganzen Leben", sagt George Russell vor dem Großen Preis von Ungarn, zu dem er mit 50 Punkten Rückstand auf seinen eigenen Teamkollegen Kimi Antonelli anreist. Dieser Rückstand hat sich in Belgien verdoppelt, als er nach einer Berührung mit Lewis Hamilton bereits in der ersten Runde ausschied.

Von Hamilton und einem Software-Fehler abgeschossen: Russell kämpft ums Überleben

Die Ursache war kein Fahrfehler. Es war ein Fehler, der tief in der Kalibrierung und im Code der Mercedes-Antriebseinheit steckte – ein Problem, das nahezu unmöglich zu erkennen ist. In Spa ließ dieser systemische Defekt Russell in dem Moment im Stich, als die Ampel ausging. Bis dahin war er überzeugt gewesen, dass die Ursache in seinem eigenen Fahrstil liege, und hatte viel Energie darauf verwendet, diesen zu ändern. Die Wahrheit steckte die ganze Zeit in den digitalen Algorithmen.

Von Hamilton und einem Software-Fehler abgeschossen: Russell kämpft ums Überleben

Die erste Saisonhälfte hat sich zu einem zermürbenden Kampf gegen technisches Chaos entwickelt. Russell hatte den Rückstand bereits einmal verkürzt, von 66 auf 25 Punkte im Laufe der Rennen von Spanien bis Großbritannien, doch die jüngsten Zwischenfälle haben diesen Aufwärtstrend ausgebremst. Nun, da der Software-Fehler behoben ist, will der Brite in Ungarn zurückschlagen. Seine wichtigste Waffe ist dabei nicht nur ein weiterentwickeltes Auto, sondern auch die mentale Stärke, die er sich auf diesem Weg aufgebaut hat. Es geht längst nicht mehr nur um Punkte. Es ist ein Kampf darum, seine eigene Stellung im Epizentrum der Turbulenzen wiederherzustellen.

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