Mostafa Shobeir hat sich in die WM-Geschichte eingetragen: Als erst vierter Torwart überhaupt hielt er bei einem einzigen Turnier zwei Elfmeter aus dem laufenden Spiel. Der 26 Jahre alte Keeper von Al Ahly, dessen Vater bei der WM-Endrunde 1990 spielte, ist eine der Geschichten der WM 2026 und reiht sich damit neben Jan Tomaszewski (1974), Brad Friedel (2002) und Wojciech Szczesny (2022) in einen sehr exklusiven Kreis ein.

"Die meisten Fans im Atlanta Stadium erwarteten am Dienstag eine Lionel-Messi-Show", heißt es in Berichten – stattdessen sahen sie, wie sich Shobeir quer durchs Tor warf und Messis Elfmeter parierte. Ägypten führte zur Pause mit 1:0, der Torwart wehrte zudem einen Strafstoß von Julian Alvarez ab, doch Argentinien kämpfte sich zurück und gewann 3:2.
Es war ein bitterer Kontrast: auf der einen Seite Ägyptens historisches erstes Weiterkommen über die Gruppenphase hinaus, auf der anderen die enorme Turniererfahrung des amtierenden Weltmeisters. Könnte Shobeirs rekordverdächtiger Auftritt auf der Weltbühne also der Beginn einer neuen Ära für den ägyptischen Fußball sein?
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