Die Rechtsabteilung der FIFA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Torwart Lionel Mpasi von der DR Kongo seinen Wechsel der sportlichen Staatsangehörigkeit von Frankreich nicht formal abgeschlossen hatte, als er im vergangenen November im Finale der afrikanischen WM-Qualifikations-Play-offs gegen Nigeria in Rabat auflief. Die DR Kongo gewann die Partie nach einem 1:1 mit 4:3 im Elfmeterschießen. Mit diesem Ergebnis zog das Team in das interkontinentale Play-off ein, in dem es sich anschließend den Startplatz bei der WM sicherte. Die Untersuchung ergab, dass das 2021 eingeleitete rechtliche Verfahren von der FIFA nie offiziell genehmigt wurde. Damit stehen die Ergebnisse infrage.

Ein Vertreter der nigerianischen National Sports Commission erklärte, der Befund bestätige die eigene Position vollumfänglich, und forderte den Fußball-Weltverband auf, entschlossen zu reagieren. Nigeria verlangt von der FIFA eine finanzielle Entschädigung und verweist als Präzedenzfall auf die fünf Millionen Euro, die der irische Verband FAI 2010 nach dem Handspiel von Thierry Henry erhalten hatte.
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