UFC-Leichtgewichtschampion Ilia Topuria war zu Gast in der Ariel Helwani Show und ließ mit einer Ansage die MMA-Welt aufhorchen: Er will Islam Makhachev per Submission besiegen. Ausgerechnet am Boden, wo Makhachev als der Beste der Welt gilt.

Topuria (17-0) kehrt nach einjähriger Pause ins Octagon zurück. Am 14. Juni 2026 verteidigt er beim historischen Event UFC Freedom 250 am Weißen Haus – ausgetragen am 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten – seinen Leichtgewichtstitel gegen Interims-Champion Justin Gaethje. Doch „El Matador“ hat bereits den nächsten Schritt im Visier.

Topuria will Makhachev per Submission besiegen – und erster Champion in drei UFC-Gewichtsklassen werden

Warum der Kampf gegen Makhachev platzte

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In Helwanis Show schilderte Topuria, wie sich die Dinge hinter den Kulissen abspielten. Die UFC habe ihm für das Event am Weißen Haus zwei Optionen angeboten – Makhachev oder Gaethje.

„Wir haben gesagt, dass wir Islam wollen, weil es der größere Kampf ist. Dann, am Tag bevor das Event verkündet werden sollte, haben sie mich mitten in der Nacht angerufen, mich geweckt und mir gesagt: ‚Islam ist verletzt. Irgendwas ist mit seiner Hand passiert. Du kämpfst gegen Justin.‘“

UFC-CEO Dana White stützte Topurias Version öffentlich: Auf der Pressekonferenz nach UFC 326 erklärte er, Makhachev sei ursprünglich für das Event am Weißen Haus im Gespräch gewesen, habe aber wegen einer Handverletzung abgesagt.

Makhachev erzählt allerdings eine völlig andere Geschichte. Auf X schrieb er:

„Ich habe es satt, mir die erfundenen Geschichten von Topuria und seinem Team anzuhören. Ich bekam den Anruf und habe den Kampf am Weißen Haus angenommen. Am nächsten Tag hieß es, er habe eine unrealistische Börse gefordert. Die UFC lehnte ab, und er sagte ab. Das war's, mehr steckt nicht dahinter. Sogar sein Manager hat es bestätigt. Ilia, hör auf zu reden. In jedem Interview erzählst du eine andere Geschichte. Du hast abgesagt, und das weißt du.“

Der Teil mit dem „Manager“ ist für Topuria unangenehm. Sein eigener Berater, Malki Kawa von First Round Management, hatte im Anik & Florian Podcast erklärt, die ersten Gespräche mit der UFC seien gescheitert, weil das finanzielle Angebot der Organisation zu niedrig gewesen sei – was sich mit Makhachevs Darstellung deckt.

Topuria will Makhachev per Submission besiegen – und erster Champion in drei UFC-Gewichtsklassen werden

Warum Submission

Topuria hätte diesem Thema komplett aus dem Weg gehen können. Stattdessen stellte er die vielleicht kühnste Behauptung der jüngeren UFC-Geschichte auf.

„Wenn ich die Chance bekomme, gegen jemanden zu kämpfen, überlege ich immer, was ich tun kann, um die Welt wirklich zu schocken. Um bei Islam die Welt zu schocken, muss ich ihn zur Aufgabe zwingen. Und ich glaube, genau das wird passieren. Ich werde ihn zu Boden bringen und ihn submitten.“

Topuria ist sich bewusst, wie das klingt.

„Ich weiß, dass das für euch vielleicht ein bisschen komisch klingt, irgendwie seltsam – ‚Wie willst du ihn zu Boden bringen, wie willst du ihn zur Aufgabe zwingen?‘ Aber seid nicht überrascht, wenn ihr es seht. Er ist gut, alle sind gut. Justin ist gut. Alex ist gut. Charles ist gut. Max ist gut.“

Die Namen am Ende – Justin Gaethje, Alexander Volkanovski, Charles Oliveira, Max Holloway – fallen nicht zufällig. Topuria hat sie entweder alle besiegt (Volkanovski, Holloway und Oliveira sind seine drei größten Siege in Titelkämpfen) oder trifft demnächst auf sie. Die Botschaft „Ich bin anders“ ist unüberhörbar.

Der Gegner, den er herausfordert, ist allerdings kein gewöhnlicher Champion. Makhachev (28-1) ist aktuell die Nummer eins der UFC-Pound-for-Pound-Rangliste, ehemaliger Leichtgewichtskönig mit vier erfolgreichen Titelverteidigungen und inzwischen Weltergewichtschampion, nachdem er Jack Della Maddalena bei UFC 322 im November 2025 über fünf Runden dominiert hatte.

Der dritte Gürtel – eine UFC-Premiere

Topurias Plan ist klar: erst Gaethje, dann Makhachev. Gewinnt er beide Kämpfe, wäre er Champion in drei verschiedenen Gewichtsklassen – im Federgewicht (den Titel hielt er nach seinem K.-o.-Sieg gegen Volkanovski und dem Sieg über Holloway), im Leichtgewicht (den Gürtel trägt er seit seinem K.-o.-Sieg gegen Oliveira bei UFC 317) und im Weltergewicht (wo derzeit Makhachev regiert).

Damit wäre Topuria der erste Champion in drei Gewichtsklassen in der Geschichte der UFC. Conor McGregor, B.J. Penn, Daniel Cormier, Henry Cejudo, Amanda Nunes – sie alle blieben bei zwei stehen.

„Mein Ziel als Sportler ist es immer, Großes zu erreichen. Was könnte man Größeres erreichen, als den dritten Gürtel zu holen?“

Laut Topuria hat die UFC zugestimmt, dass er den Leichtgewichtstitel behalten darf, wenn er ins Weltergewicht aufsteigt – anders als beim Abschied aus dem Federgewicht, als ihm der Gürtel aberkannt wurde. Offiziell bestätigt hat die UFC das nicht; es bleibt seine Darstellung.

Topuria will Makhachev per Submission besiegen – und erster Champion in drei UFC-Gewichtsklassen werden

Erst Gaethje

Bevor er von Makhachev träumen kann, muss Topuria an Gaethje vorbei. Der Interims-Champion sicherte sich seinen Titel im Januar 2026 bei UFC 324 mit einem Punktsieg über Paddy Pimblett nach fünf blutigen Runden.

Laut BetMGM geht Topuria als -1000-Favorit in den Kampf – ein historisch gewaltiger Abstand.

„Wenn er nicht anfängt, rückwärts zu laufen, werde ich ihn in der ersten Runde k.o. schlagen“, sagte Topuria über Gaethje.

Die Fight Card rund um die beiden zählt zu den ambitioniertesten in der 32-jährigen Geschichte der Organisation – auch die Comebacks von Alex Pereira, Bo Nickal und Michael Chandler sind angesetzt.

14. Juni, das Weiße Haus, Washington D.C. Der 80. Geburtstag eines Präsidenten, der 250. Geburtstag eines Landes – und ein Georgier-Spanier mit einer Bilanz von 17-0, der einem Stück UFC-Geschichte nachjagt, das noch niemand geschrieben hat.