Das Zögern an der Ferrari-Boxenmauer und die offene Weigerung, beim Großen Preis der Niederlande Stallorder auszugeben, lösten bei Lewis Hamilton blanke Frustration und geharnischte Funksprüche aus. Anders als sein früheres Team Mercedes, das auf der Strecke umgehend einen Positionstausch anordnete, fehlte dem italienischen Rennstall schlicht der Mut zur harten Entscheidung. F1-Experte Will Buxton glaubt, dass diese sich zuspitzende Krise eher ein tiefgreifender Test für das Management als für die Fahrer ist, und verweist darauf: „Du kannst nicht beide zufriedenstellen, oder?“ Maranellos Goldjunge Charles Leclerc bleibt das emotionale Symbol der Scuderia, doch der siebenmalige Weltmeister fordert die kompromisslose, aggressive Mentalität, die nötig ist, um tatsächlich um einen Titel zu kämpfen. Ein internes Duell scheint völlig unausweichlich. Wenn das Team keine klaren Regeln für den Umgang der Fahrer miteinander festlegt, wird ein totaler Bürgerkrieg die Titelhoffnungen der legendären Marke dauerhaft zunichtemachen.
Gesponsert„Wir stehen da wie Idioten“: Warum Lewis Hamilton die Geduld mit Ferrari verloren hat

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