Harry Kane und Jude Bellingham haben 10 von Englands 11 Toren bei der WM erzielt. Das bedeutet: Kane mit sechs und Bellingham mit vier Treffern stehen für beachtliche 90,9 Prozent der Offensivleistung des Teams – ein höherer Anteil als bei jeder anderen Mannschaft, die noch im Turnier ist, Frankreich eingeschlossen. Ihre Dominanz zeigt sich auch in den übrigen Zahlen: Das Duo ist für 54,9 Prozent der Expected Goals (xG) Englands verantwortlich. Das Bild der beiden, die beim Sieg gegen Mexiko Seite an Seite mit ausgebreiteten Armen dastehen, ist zum Symbol ihrer Verbindung geworden.

Doch die Geschichte mahnt zur Vorsicht. 1990 und 1996 verließ sich England auf ähnliche Duos und bezahlte dafür: Beide Turniere endeten mit einer Niederlage im Elfmeterschießen im Halbfinale. Andererseits liegt Englands Stärke gerade darin, wie die Last verteilt wird – anders als bei Norwegen, das fast ausschließlich von Erling Haaland abhängt. Bellinghams Laufwege schaffen Raum für Kane, während die Selbstlosigkeit des Kapitäns im Gegenzug Chancen für den jungen Star herausspielt.

Vor dem Viertelfinale in Miami steht eine Frage über allem: Wie abhängig sind Englands WM-Ambitionen wirklich von ihrem dynamischen Duo?
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