Terry Roziers Anwälte wollen das Bundesverfahren gegen ihn zu Fall bringen, und ihre Argumentation läuft auf einen einfachen Punkt hinaus: Niemand verheimlicht eine Wette ausgerechnet vor demjenigen, der sie angeblich verkauft hat. Dem inzwischen 32-jährigen NBA-Free-Agent, der sich schweren Vorwürfen ausgesetzt sieht, wird vorgeworfen, 100.000 Dollar Bestechungsgeld angenommen und im Spiel gegen die New Orleans Pelicans am 23. März 2023 eine Verletzung vorgetäuscht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft verließ Rozier absichtlich das Parkett, damit ein illegaler Wettring mit seinen bewusst schwachen Zahlen Kasse machen konnte. Alles änderte sich jedoch, als eine private Nachricht des mutmaßlichen Mittäters Deniro Laster auftauchte.

An eine dritte Person schrieb Laster: "Dont tell chum bout the bet" – Chum ist Roziers eigener Spitzname. Das steht fest. Und genau deshalb hält die Verteidigung den Vorwurf für absurd: Wie kann ein Spieler Teil eines Komplotts sein, das die Drahtzieher selbst vor ihm geheim hielten? Die Anklage führt ihn dennoch in einem kriminellen Netzwerk von mehr als 30 Personen, doch seine Anwälte betonen, Rozier habe stets Blut und Schweiß auf dem Parkett gelassen. Nun liegt es am Gericht, wo eine einzige kurze Textnachricht ihn am Ende seine Freiheit kosten könnte.
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